Geschichte

Gründung

Ausschlaggebend für die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr waren einige Großbrände zwischen den Jahren 1900 und 1928 (z.B. Kirchenbrand und Brand GH Gesslbauer 1917).
Ein weiterer Grund war der Bau der Ortswasserleitung, wobei 5 Überflurhydranten eingebaut wurden.
Erste Initiatoren waren der damalige Ortspfarrer und Landesrat Leopold Zenz, sowie sein Kaplan Karl Schirgi.

Aus den ersten Protokollbüchern geht hervor, dass am 18. April 1929 eine erste Besprechung stattfand, bei der sich ca. 30 Männer bereit erklärten der Feuerwehr beizutreten.

Die offizielle Gründerversammlung war am 7.Juli 1929, wobei der Seilbahnmeister Ferdinand Kerschbaumer zum ersten Hauptmann gewählt wurde. Mit ihm waren die Mitglieder jedoch nicht zufrieden, sodass der Oberlehrer Franz Horak, noch im Gründungsjahr, das Kommando übernahm.

Erstes Rüsthaus und Anfänge

Am 18. August 1930 konnte das erste Rüsthaus bereits eingeweiht werden. Ein Jahr später wurde die erste Motortragkraftspritze, der Marke Knaust, diese ist noch heute im Besitz der Feuerwehr, der Bestimmung übergeben.

In den ersten Jahren nach der Gründung war auch die örtliche Musikkapelle in die Feuerwehr eingegliedert. Aus dieser Zeit stammt auch eine Stabführerschärpe, die ebenfalls noch im Besitz der Feuerwehr ist.

Die Feuerwehr im Krieg

Die Kriegsjahre gingen auch an der Feuerwehr nicht spurlos vorüber. Ein Großteil der Kameraden wurde in die deutsche Wehrmacht eingezogen, aus der Freiwilligen Feuerwehr wurde die deutsche Feuerschutzpolizei, von Freiwilligkeit war keine Rede mehr. Die Mannschaft bestand aus Bergmännern die vom Kriegsdienst freigestellt waren, auch aus dem Hauptmann wurde ein deutscher Feldwebel. Da aus dieser Zeit keine Protokolle existieren, wurde uns überliefert, dass der Truppführer Franz Rosegger die Wehr bis Kriegsende führte.

Nach dem Krieg

Nach den schrecklichen Kriegsjahren war es wieder an der Zeit von neuen zu beginnen. Im Jahre 1946 übernahm der Wirt Josef Perner das Kommando, er wurde 1948 vom Tischlermeister Franz Willenshofer abgelöst.

Ab 1952 begann die Technisierung unserer Feuerwehr. Als Erstes wurde ein Jeep aus amerikanischen Armeebeständen angekauft. 1957 fand der Ankauf einer Tragkraftspritz RVW 75 statt, diese Pumpe und das neue Rüsthaus wurden im selben Jahr, im Rahmen des 30-jährigen Gründungsfestes, ihrer Bestimmung übergeben.

Kauf weiterer Fahrzeuge

1963 legte Hauptmann Franz Willenshofer sein Amt zurück. Ihm folgte der Kaufmann Otmar Spreitzhofer, welcher das Kommando 24 Jahre innehatte. Unter seiner Führung wurde die Feuerwehr weiter modernisiert. So wurde z.B. 1964 ein Land Rover sowie eine kleine Tragkraftspritz RK16 angeschafft. Ein Kommandofahrzeug, Puch Haflinger, wird im Jahre 1966 angeschafft und zur Gänze aus eigenen Mitteln der Kameradschaftskasse finanziert. 1969 wurde eine Tragkraftspritze VW Automatik in Betrieb genommen. Ein zweites Berglandlöschfahrzeug (Land Rover) wurde 1976 angekauft, in dieser Zeit wurden auch die ersten Funkgeräte angeschafft.

Entwicklungen von Rüsthaus und Fuhrpark

Im Jahr 1979 wurde vom Feuerwehrausschuß einstimmig beschlossen, ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug der Marke Opel Blitz anzuschaffen, welches wiederum zum größten Teil aus eigenen Mitteln finanziert wurde.

Hauptbrandinspektor Spreitzhofer legte sein Amt 1987 zurück. Ihm folgte sein langjähriger Stellvertreter Hermann Pötz als Kommandant, der die Wehr bis 1992 führte. Da der Fortschritt im Feuerwehrdienst rasch voran ging, bestand die erste Aufgabe von HBI Hermann Pötz Atemschutzgeräte anzuschaffen, welche 1988 in Dienst gestellt wurden. Des weiteren stand auch die erste Ersatzbeschaffung an. 1990 wurde der 26 Jahre alte Land Rover gegen ein dem Stand der Technik entsprechendes KLF-A ausgetauscht.

Im Jahre 1992 wurde Ignaz Schiester zum Kommandanten gewählt. Unter der neuen Führung wurde die Freiwillige Feuerwehr von St.Kathrein a.H. auf den modernsten Stand gebracht. In seiner Ära wurden die meisten Anschaffungen und Umbauten getätigt. So wurde gleich zu Beginn das aus dem Jahre 1944 stammende TLF (Opel Blitz) gegen ein TLF-A 1000 der Marke Mercedes 814 getauscht. Die aus dem Jahre 1957 stammende Tragkraftspritze wurde 1995 gegen eine TS12 FOX BMW ersetzt.

Die Mannschaftsstärke wuchs zu einem Ausmaß heran, dass man sich 1995 entschlossen hat, den Zu- und Umbau des Rüsthauses in Angriff zu nehmen. 1997 konnte das neu umgebaute Feuerwehrhaus feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Jugend von St. Kathrein a. H. drängte zur Feuerwehr, so wurde 1998 die erste Feuerwehrjugend gegründet.

HBI Ignaz Schiester mit dem Ortsjugendbeauftragten Peter Haubenwaller

HBI Ignaz Schiester
mit dem Ortsjugendbeauftragten Peter Haubenwaller

Damit die immer grösser werdende Mannschaft auch transportiert werden kann, hat man sich entschlossen 1998 ein Mannschaftransportfahrzeug anzuschaffen. 2001 wurde, das bis heute modernste Fahrzeug, ein KRFA-B, in den Dienst gestellt.

Da die TS VW Automatik bei einem Brandeinsatz, im Jahr 2002, einen Motorschaden davontrug, wurde diese noch im selben Jahr gegen eine weitere TS12 FOX BMW ersetzt.

Da nun das Feuerwehrhaus und die Gerätschaften allesamt erneuert und ersetzt waren, lag es an der Zeit, die bereits ohnehin bestens geschulten Kameraden weiter auszubilden. So hat die Feuerwehr bis zum heutigen Tag 13 Kameraden mit Kommandantenprüfung und 14 Kameraden mit dem Leistungsabzeichen in Gold, die sogenannte Feuerwehrmatura.

Dieser hohe Ausbildungsstand wurde auch belohnt. So wurde der Kommandant Ignaz Schiester 2007 zum Abschnittsbrandinspektor des Abschnittes Oberes Feistritztal gewählt. Durch seine vorbildlichen Führungsqualitäten und seinem großes Interesse an der Feuerwehr, stellte sich ABI Ignaz Schiester 2010 zur Wahl des Bereichsfeuerwehrkommandantenstellvertreter. BR Ignaz Schiester legte sein Amt als Kommandant der Feuerwehr St. Kathrein a. H., nach 20-jähriger Tätigkeit, im Frühjahr 2012, zurück. Als sein Nachfolger wurde Horst Weghofer zum Kommandanten gewählt.

Kommandanten

1929—1929 Ferdinand Kerschbaumer
1930—1945 Franz Horak
1946—1948 Josef Perner
1948—1963 Franz Willenshofer
1963—1987 Otmar Spreitzhofer
1987—1992 Hermann Pötz
1992—2012 Ignaz Schiester
seit 2012 Horst Weghofer

Historische Bilder